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Asset Liability Management

Unter dem Stichwort Asset Liability Management zirkuliert in der Assekuranz ein Thema mit zunehmend großer Bedeutung. Dass es sich dabei mehr um eine Notwendigkeit als eine Modeerscheinung handelt wird deutlich, wenn man die Betrachtung auf das Markt- und Regulierungsumfeld der deutschen Versicherungswirtschat richtet. Allein im Jahr 2007 steht die Branche vor der Aufgabe, sechs Gesetzesänderungen umzusetzen. So hat die Novelle des Versicherungsvertragsgesetztes mit der Neubehandlung stiller Reserven noch nicht gänzlich zu übersehende Implikationen für die Kapitalanlage in der Lebensversicherung. Dazu stehen viele Versicherer vor der Herausforderung sich internationaler Rechnungslegungsstandards anzupassen und gleichzeitig den zu erwartenden Anforderungen im Rahmen der Solvency-II-Einführung gerecht zu werden.

Neben den Herausforderungen eines sich verändernden regulatorischen Rahmens hat die Kapitalmarktentwicklung der vergangenen Jahre die Notwendigkeit einer integrierten Kapitalanlagestrategie notwendig gemacht. Die außergewöhnlich lange Niedrigzinsphase, bei der gleichzeitigen Notwendigkeit gegebene Zinsgarantien zu erwirtschaften, hat gegen Ende der 90er Jahre zu einer Erhöhung der Aktienquoten in den Portfolios der Lebensversicherer geführt. Die in der Folge eingebrochen Aktienmärkte verursachte dann einige bilanzielle Schieflagen in der Branche.

Das aktive und integrierte Management der Bilanzstruktur darf zwar nicht als Allheilmittel betrachtet werden. Asset Liability Management kann jedoch dann als ein Instrument verstanden werden, den beschriebenen Herausforderungen zu begegnen, wenn es als integraler Bestandteil des Risikomanagements eines Versicherers eingesetzt wird.

Mehr zum Thema: Center for Asset Liability Management (CALM)